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Zuletzt aktualisiert am:
15/3/2021

Wie Webdesigner mit Kunden erfolgreich zusammenarbeiten

Bei der Beauftragung eines Webdesigners bzw. einer Webdesign Agentur zur Erstellung einer neuen Website unterschätzen viele Kunden den Aufwand, den Sie selbst bei dem Projekt zu tragen haben. Für ein optimales Ergebnis ist der Webdesigner auf die Zuarbeit des Kunden angewiesen. Qualität, Vollständigkeit und Pünktlichkeit dieser Zuarbeit haben einen enormen Einfluss darauf, ob der Webdesigner das Website-Projekt im geplanten Zeitraum abschließen kann und in der Lage ist, seine Empfehlungen im Bezug auf Design und Layout sowie die individuellen Wünsche des Kunden vollständig umzusetzen.

Was Teil der Zuarbeit des Kunden ist, wie diese im Idealfall aussehen sollte und welche Auswirkungen sie auf das Endergebnis des Website-Projekts hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Auch wenn man sich dazu entschließt, die Erstellung der eigenen Website in professionelle Hände zu geben, spielt die eigene Beteiligung und Zuarbeit am Projekt dennoch eine wesentliche Rolle, die das Endergebnis stark beeinflusst. Als Kunde hält sich der Aufwand zwar in Grenzen, bestimmte Aufgaben kann der Webdesigner aber nicht für den Kunden übernehmen. Hier spielen vor allem Pünktlichkeit, qualitative Inhalte, klare Vorgaben bzw. Feedback sowie ausführliche und klare Kommunikation eine große Rolle.

Was das im Detail bedeutet und was eindeutig in den Verantwortungsbereich des Kunden bei einem professionellen Website-Projekt fällt, erfahren Sie im Folgenden.

Verantwortungsbereich des Kunden

Damit es dem Webdesigner überhaupt erst möglich wird, eine maßgeschneiderte Website zu liefern, die dem geplanten Endergebnis entspricht, die gesetzten Ziele erreicht und zeitnah veröffentlicht werden kann, muss der Kunde seinen Teil der Arbeit in einer möglichst hohen Qualität, gewissenhaft und vor allem pünktlich erledigen.

Bestimmte Schritte im Webdesign-Prozess erfordern zum Beispiel die Übermittlung von Website-Inhalten, Feedback oder schlichtweg eine Bestätigung des Kunden, bevor das Projekt fortgeführt werden kann. Kommt der Kunde diesen Aufgaben aus seinem Verantwortungsbereich nicht oder nur mangelhaft und unpünktlich nach, ist es dem Webdesigner nicht möglich, das Projekt nach Plan umzusetzen. Der Webdesigner ist also bei mehreren Projektschritten auf die Zuarbeit des Kunden angewiesen und vollkommen davon abhängig.

Folgende Punkte liegen bei der Erstellung einer neuen Website im alleinigen Verantwortungsbereich des Kunden:

  • Zeitnahe und vollständige Beantwortung von Fragen und Emails des Webdesigners vor und während dem Erstellungsprozess der Website (idealerweise innerhalb weniger Stunden oder Tage)
  • Bereitschaft dazu, das Website-Projekt bis zu dessen Abschluss in der Prioritätenliste des eigenen Alltags weit oben einzuordnen
  • Offenheit für Empfehlungen des Webdesigners, auch wenn diese nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen (oft weiß der Webdesigner deutlich besser, welches Design für die Zielgruppe ansprechend ist und geeignet für die Erreichung der Ziele des Kunden ist)
  • Pünktliche und vollständige Übermittlung von fehlenden Website-Inhalten in hoher Qualität und geeignetem Format (sofern nicht mit dem Webdesigner vereinbart wurde, dass die Inhalte anderweitig beschafft bzw. erstellt werden)
  • Ausführliches und eindeutiges Feedback in Schriftform (übersichtlich und nachvollziehbar) zu abgeschlossenen Zwischenschritten im Projektablauf (z.B. nach Übermittlung des ersten Entwurfs der Website)
  • Pünktliches Begleichen von Rechnungen (z.B. Anzahlungs-, Zwischen- oder Schlussrechnungen des Projekts)

Verantwortungsbereich des Webdesigners

Um den Großteil der Arbeit bei der Erstellung einer neuen Website kümmert sich natürlich der Webdesigner selbst. Voraussetzung für ein optimales Ergebnis ist hier natürlich, dass der Webdesigner über entsprechende Erfahrung bei der Erstellung von Webseiten verfügt und sein Handwerk beherrscht. Damit ein Website-Projekt reibungslos abläuft, sind allerdings auch viele andere Faktoren wichtig, die nichts mit Webdesign selbst zu tun haben und im vollen Verantwortungsbereich des Webdesigners bzw. der Webdesign Agentur liegen.

Dazu zählt vorwiegend:

  • Vor Projektstart: Umfangreiche Befragung und schriftliches Festhalten aller Wünsche, Ziele und Motivationen des Kunden, die hinter dem geplanten Website-Projekt stecken
  • Ausführliche Aufklärung und Beratung des Kunden zu Verantwortlichkeiten, Projektablauf, Zeitraum und allen weiteren Rahmenbedingungen, die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nötig sind
  • Zeitnahe und vollständige Beantwortung von Fragen des Kunden zu allen Themen, die das Projekt betreffen
  • Regelmäßiges Einholen und Umsetzen von Kundenfeedback und Änderungswünschen nach Abschluss einzelner Zwischenschritte im Projekt
  • Professionelles und verantwortungsbewusstes Arbeiten während dem gesamten Projektablauf, von Anfang bis Ende

Auswirkungen mangelhafter Mitwirkung des Kunden

Schlechte oder gar keine Mitarbeit des Kunden bei einem Website-Projekt können verheerende Auswirkungen auf das Ergebnis haben bzw. unter Umständen auch dafür sorgen, dass die Website nie fertiggestellt oder veröffentlicht wird. Vor allem das Beschaffen und Zusenden von Website-Inhalten, die nur vom Kunden bereitgestellt werden können (z.B. persönliche Fotos, Informationen zur Unternehmensgeschichte, Leistungsspektrum, etc.) sind essentiell, damit der Webdesigner in der Lage ist, seine Arbeit vollständig und wie geplant auszuführen und das Projekt abzuschließen.

Die häufigsten Probleme bei Website-Projekten, die von Seiten des Kunden verursacht werden und Ihre Auswirkungen haben wir in diesem Kapitel für Sie zusammengefasst.

Unpünktlichkeit

Antwortet der Kunde beispielsweise unpünktlich (nicht innerhalb weniger Stunden bzw. Tage) oder garnicht auf Emails, deren Beantwortung unbedingt nötig ist, damit der Webdesigner am Projekt weiterarbeiten bzw. mit dem Projekt beginnen kann, entsteht dadurch eine Reihe von Problemen, die sich teilweise sehr negativ auf das Projekt und dessen Ergebnis auswirken können.

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Unpünktlichkeit auf Kundenseite kommt häufig vor und kann in einem Website-Projekt viele Probleme hervorrufen

Webdesigner betreuen in der Regel nicht nur einen, sondern mehrere Kunden und es kommen natürlich laufend neue dazu. Falls ein Projekt nicht innerhalb des vereinbarten Zeitraums abgeschlossen werden kann, weil der Kunde seinen Verantwortlichkeiten unpünktlich nachkommt, kann es sein, dass der Webdesigner in der Zwischenzeit schon an einem neuen Projekt für einen anderen Kunden arbeitet und deshalb aktuell nicht mehr die zeitlichen Ressourcen hat, um sich mit alten Projekten auseinanderzusetzen, die aufgrund von Unpünktlichkeit eines unzuverlässigen Kunden zwangspausiert werden mussten.

Das kann dann sowohl beim Kunden als auch beim Webdesigner für Frustration und Missverständnisse sorgen, die eigentlich von vornherein ausgeschlossen werden können, wenn der Kunde seinen Aufgaben pünktlich nachkommt.

In der Regel hält sich der zeitliche Aufwand des Kunden bei der Erstellung einer neuen Website stark in Grenzen (vor allem wenn es bereits Inhalte für die Website gibt). Schafft es der Kunde also nicht, z.B. bereits bestehende Inhalte per Email zu schicken oder schlichtweg auf eine Email zu antworten, liegt das häufig einfach an Faulheit, Unzuverlässigkeit, schlechter Organisation oder einer niedrigen Priorisierung des Website-Projekts im Alltag des Kunden.

In diesem Fall kann der Webdesigner dann aber auch keine Haftung dafür übernehmen, dass die Website pünktlich fertiggestellt wird und der Kunde muss damit rechnen, dass der Webdesigner sich in der Zwischenzeit bereits mit neuen Projekten anderer Kunden beschäftigt und deshalb weniger oder unter Umständen gar keine Zeit hat.

Natürlich gibt es auch häufig unvorhergesehene Ereignisse, die ein Website-Projekt verzögern können und die der Kunde bzw. der Webdesigner nicht direkt beeinflussen kann (z.B. Absage eines Fotografen für den Termin der Website-Fotos oder ähnliche Ereignisse). Sofern diese glaubhaft kommuniziert werden, wird der Webdesigner hier aber auf jeden Fall Verständnis entgegenbringen und entsprechend mehr zeitliche Ressourcen für das Projekt einplanen bzw. eventuelle Folgeprojekte weiter nach hinten verschieben.

Übermittlung von Website-Inhalten in schlechter Qualität

Eine zentrale Rolle im Webdesign spielt außerdem die Qualität der Inhalte für die geplante Website. Gemeint sind hier vorwiegend Bilder, Texte oder Videos. Vor allem mit professionellen Bildern lässt sich eine deutlich eindrucksvollere und authentischere Website schaffen, als mit einigen unscharfen Amateuraufnahmen oder billigen bzw. unpassenden Stockfotos.

Stehen dem Kunden keine qualitativen Inhalte für die Website zur Verfügung, sollte er das dem Webdesigner auf jeden Fall frühzeitig mitteilen und die Beschaffung bzw. Erstellung der Inhalte zeitnah veranlassen. Einige Webdesigner bieten auch Unterstützung bei der Inhaltsbeschaffung an.

Mit qualitativ schlechten Inhalten kann auch der beste Webdesigner der Welt keine herausragende Website erstellen, das steht fest.

Daher gilt: Falls Sie noch keine qualitativen Inhalte (vor allem Bilder) für Ihre neue Website haben, sollten Sie diese auf jeden Fall beschaffen bzw. beschaffen lassen, damit es dem Webdesigner möglich wird, eine professionelle Website für Sie zu erstellen, die optisch überzeugt und einen stimmigen Gesamteindruck hinterlässt. Wer schlechte Bilder und Inhalte liefert, kann von keinem Webdesigner erwarten, dass dieser daraus eine perfekte Website zaubert. Webdesigner sind keine Magier.

Mangelhafte oder unklare Vorgaben und Feedback

Geschmäcker sind unterschiedlich, auch im Webdesign. Es gibt aber viele Grundsätze und Faustregeln im Webdesign, nach denen sich jeder Webdesigner bei Kundenprojekten richten sollte. Wenn der Kunde in seinen Vorstellungen von diesen Grundsätzen abweicht, ist es die Aufgabe des Webdesigners, den Kunden darauf hinzuweisen und ein anderes Design zu empfehlen, falls das besser geeignet ist, um die Ziele des Kunden mit der Website zu erreichen.

Klare Vorgaben sowie ausführliches Feedback des Kunden sind für die Arbeit jedes Webdesigners essentiell

Dennoch gibt es auch sehr viele Bestandteile eines Website-Projekts, die rein von persönlichen Präferenzen und persönlichem Geschmack sowie den individuellen Vorstellungen des Kunden beeinflusst werden. Hier ist es besonders wichtig, dass der Kunde sich klar darüber ist, was er möchte und welcher Designstil ihm gefällt. Diese Präferenzen sollten dann möglichst klar und unmissverständlich an den Webdesigner zu Beginn des Projekts kommuniziert werden (z.B. in Form von Beispielen ähnlicher Websites, Skizzen, Bildern, Mock-Ups, als schriftliches Briefing, in einem Telefongespräch oder Ähnlichem).

Ändert der Kunde mitten im Projekt immer wieder seine Meinung und möchte Änderungen im Design, die ursprünglich nie vorgesehen waren, kann das schnell zu sehr viel zusätzlichem Aufwand für den Webdesigner führen, der nicht ohne weiteres erbracht werden kann.

Ähnliches gilt natürlich auch für Feedback während dem Projekt zu einzelnen Schritten, die aufeinander aufbauen. Je klarer, ausführlicher und eindeutiger das Feedback des Kunden zu diesen Zwischenschritten im Projekt ist, desto weniger Missverständnisse, Verzögerungen und Probleme werden im Projekts entstehen.

Grundsätzlich gilt: Kunden die Ihre Vorstellungen und Erwartungen der neuen Website klar und ausführlich an den Webdesigner kommunizieren und sich in Form von unmissverständlichem Feedback zu einzelnen Zwischenschritten aktiv am Projekt beteiligen, können mit einem sehr guten Endergebnis rechnen, das die eigenen Erwartungen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch übertrifft.

Schlampige oder unklare Kommunikation

Nur mit klarer, sauberer Kommunikation von Seiten des Kunden weiß der Webdesigner, was der Kunde erwartet und kann sicherstellen, dass es zu keinen Missverständnissen kommt. Antwortet der Kunde unverständlich oder unvollständig auf Fragen des Webdesigners, kann dieser unter Umständen nicht nach Plan an dem Projekt weiterarbeiten oder muss Schätzungen darüber treffen, was der Kunde meint bzw. möchte.

Das Ergebnis: Viele Missverständnisse, deren Richtigstellung wiederum zusätzlichen Aufwand und Verzögerungen bedeutet, die ganz einfach vermieden werden könnten, wenn der Kunde sich etwas mehr Zeit für ausführliche und klare Antworten nehmen würde.

Hier gilt: Antworten Sie als Kunde eines Webdesigners vollständig, unmissverständlich und ausführlich auf alle Fragen, die das Website-Projekt betreffen. Nur so kann der Webdesigner sauber arbeiten und Ihre Vorstellungen und Erwartungen der neuen Website korrekt erfüllen. Kurze und lückenhafte Antworten werden dafür sorgen, dass der Webdesigner nicht am Projekt weiterarbeiten kann oder Dinge falsch umsetzt, was für Frustration und zusätzlichen Aufwand auf beiden Seiten sorgt.

Fazit

Wie man sieht, ist eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Webdesigner und Kunde nicht selbstverständlich und setzt Einiges voraus. Kunden sind sich über ihren Verantwortungsbereich in einem Website-Projekt oft nicht bewusst und kommen ihren Verpflichtungen oft unpünktlich nach. Das sorgt vor allem auf der Seite des Webdesigners bzw. der Agentur zu vielen Problemen, die einen planmäßigen Abschluss des Projekts oft unmöglich machen.

Erfüllt der Kunde allerdings die oben beschriebenen Aufgaben aus seinem Verantwortungsbereich vollständig und zuverlässig, steht einem erfolgreichen Website-Projekt, das auch pünktlich abgeschlossen werden kann, nichts im Weg.

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